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Kurz vor dem 111-jährigen Jubiläum des Kyffhäuserdenkmals wiederholt sich eine weitere Tradition bereits zum 8. Mal, der Turmtreppenlauf. 38 junge, alte, kleine und große Teilnehmer haben sich zu Barbarossas Füßen an den Start begeben, um die 366 Stufen mehr oder weniger hinauf zu springen. Jeder, der die Aussicht in der Kuppel schon einmal genossen hat weiß, dass sich mit gemächlichem Schritt bei Ankunft ganz oben eine gewisse Müdigkeit einstellt. Wie fühlte sich wohl Patrick Letsch, als er nach kurzen 1:25,16 min. auf der Plattform stand? Ob er da Lust aufs Runterschauen hatte? Die meisten Finisher haben sich zuerst vom DRK eine Decke aus Alufolie geben lassen, um dem doch mangels Sonne kühlen Wind keine Angriffsfläche zu bieten. Außer der Gesamtwertung Frauen/Männer wurden 3 Sonderwertungen ausgelobt. Der jüngste Teilnehmer Paul Kellermann, geboren 1998, kam aus Sonderhausen. Für ihn wurde am Start der "7-Zwerge"- Song von Otto's Kinofilm gespielt. Er zeigte, dass es allein auf Größe nicht ankommt und verwieß weitere Teilnehmer auf die Plätze hinter sich. Jürgen Ellerkam kann als "Berglaufurgestein" bezeichnet werden. 1938 geboren und 60 Jahre älter als der Jüngste, erhielt er eine Ehrung als ältester Teilnehmer.
Auch er konnte einige Kontrahenten mit einer Zeit von 2:45,56 min. "abhängen". Die dritte Sonderwertung galt der sportlichsten Familie. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob sich hier ebenfalls eine Tradition entwickelt, denn Familie Thorhauer aus Sondershausen bestehend aus Tochter Ulrike, Mutter Henriette und Vater Bernd konnten zum zweiten Mal diese Auszeichnung entgegen nehmen. Weil der vierte im Bunde Sohn Max fehlte, betrug die Summe der Laufzeiten dieses Mal 6:04,31 min. etwa 2 Minuten weniger als im Vorjahr. Für den zweitplatzierten Enrico Gäbe aus Sondershausen war die Anstrengung offensichtlich noch nicht genug. Vielleicht wollte er sich auch nur warm laufen? Wie zu vernehmen war, brach er nach der Siegerehrung nach Mihla auf, um dort einen Halbmarathon zu absolvieren. Die Anzahl der Teilnehmer hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit 43 nicht erhöht. Dennoch scheint für einige kein Weg zu weit zu sein. So kam ein Teilnehmer aus Winnenden-Höfen aus Baden-Württemberg in der Nähe von Stuttgart, andere aus Erfurt, Weimar, Leipzig oder Greiz. Ergebnisse und Urkunden gibt es hier. (UR)
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